Wer Paris erkunden will, hat die Qual der Wahl. Kaum eine andere Metropole in Europa bietet eine solche Konzentration von Sehenswürdigkeiten. Doch ist Paris auch die Stadt des Laissez faire. Hier kann man sich sehr gut sehr elegant treiben lassen kann. Wie man das macht? Hier sind ein paar Tipps.
Wer sagt eigentlich, dass man in großen Städten wie Paris möglichst viele Sehenswürdigkeiten abklappern muss?
Die meisten Touristen schieben sich inmitten der Besuchermassen entlang der vielen Seheneswürdigkeiten in der Stadt. Das ist schön, nur verpasst man dabei so einiges. Spannender ist es, sich treiben zu lassen und zu verweilen, wo es schön ist. Mit Pausen im Strandcafé an der Seine oder beim Apéritif in einem der vielen Straßencafés. Oder warum nicht mal auf einem Wochenmarkt? Bei der Gelegenheit kann man ein Baguette kaufen, ein paar Stücke Käse, frisches Obst und eine Flasche Cidre und ein kleines Picnic am Ufer der Seine oder in einem Park veranstalten.
Man muss sich nicht schlecht fühlen, wenn man ein paar Stunden im Café oder auf einer Dachterrasse verweilt und sich ausruht. Cafés sind Orte, an denen man gut Pariserinnen und das Leben, das sie führen, beobachten kann.
Viele Menschen planen ihre Reisen genau und schreiben sich Listen der Dinge, die sie sich ansehen möchten. Klassiker in Paris sind der Eiffelturm, eine Bootstour auf der Seine oder ein Gang durch die restaurierte Kirche Notre Dame. Ich plädiere dafür, die Liste nicht zu lang werden zu lassen. Es ist schön, wenn nicht jede Stunde in Paris verplant ist. Erst wenn viel freie Zeit ist, kann man Dinge entdecken: kleine Bäckereinen, Hinterhöfe, Künstlerateliers, versteckte Straßen und Plätze, Restaurants mit handgeschriebenen, kleinen Speisekarten anstatt der in 10 Sprachen übersetzten und bebilderten, die man in der Nähe der Sehenswürdigkeiten findet.
In Paris kann man sehr gut essen, aber auch sehr schlecht.
Für viele Menschen, die die Stadt besuchen, ist die Frage, in welchem Restaurant sie essen können, ein gewisser Stressfaktor. Für Restaurants in der Nähe von Sehenswürdigkeiten gilt in den meisten Fällen: Die Preise sind ambitionierter als die Küche. Wer Zeit und Lust hat, vor Antritt der Reise online oder in Reiseführern nach guten, kleinen Lokalen zu suchen und einen Platz reserviert, steht unter dem Zeitdruck, pünktlich vor Ort zu sein.
Ein Lokal, in dem man sich, wenn man allein oder zu zweit unterwegs ist, nicht unbedingt reservieren muss, ist die 1927 gegründete Brasserie La Coupole am Boulevard du Montparnasse, in der bis heute das Art Deco – Interieur erhalten ist. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, gute Brasserie-Küche und sehr pariserisch.
Lassen Sie sich in einem Pariser Restaurant Zeit. Essen Sie in Ruhe, trinken Sie noch einen Espresso. Bleiben Sie sitzen und genießen Sie die Atmosphäre. Je langsamer Sie unterwegs sind, umso mehr öffnet sich Ihnen die Stadt.
Man muss nicht in der Innenstadt von Paris wohnen, auch nicht im schicksten und vornehmsten Viertel, um eine gute Zeit zu verbringen.
Viel ruhiger, weniger touristisch und dafür aber viel pariserischer sind die Stadtviertel, die etwas abseits liegen, so wie z.B. das Viertel Montparnasse im Süden von Paris. Hier befinden sich die legendären Künstlertreffpunkte Café du Dome, La Rotonde und Le Select. Sie sind eng mit der Blütezeit des Montparnasse als kosmopolitisches Viertel der Bohème verbunden, als sich hier Picasso, Modigliani, Sartre und Simone de Beauvoir trafen.
Die großen Museen sind meist sehr gut besucht und das Anstehen vor den Exponaten kann schon mal anstrengend sein. Kommt man aber frühmorgens oder erst 90 Minuten, bevor sie schließen, wird es leerer. Dasselbe gilt für Parks und Gärten. Auf den Alleen entlang der vielen Skulpturen und rund um das Wasserbecken im Jardin du Luxembourg, der größten und schönsten Parkanlage in der Stadt, ist es am frühen Morgen und Spätnachmittag oder auch in der Dämmerung sehr schön. Allerdings: Für mich ist es nichts, frühmorgens zu einer Sehenswürdigkeit zu hetzen. Ich trinke am Morgen gerne in Ruhe meinen early morning coffee, kaufe ein Baguette, frühstücke und mache danach einen Spaziergang zum Zeitungskiosk. Da fühlt sich Paris gleich ruhiger und weniger stressig an.
Damit das Packen für Ihre Reise nach Paris stressfrei verläuft, geht es hier zu Tanjas Tipps für eine Paris-Reise mit ganz kleinem Gepäck: https://stylerebelles.com/paris-mit-leichtem-gepaeck-so-reist-du-nur-mit-rucksack/