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Look der Woche: Paul Poiret und die Sarouelhose

Look der Woche Sarouelhose

Sarouelhose, Haremshose oder auch Alladinhose, es gibt viele Namen für die in der Taille und am unteren Saum der ballonartigen Hosenbeine mit einem Gummizug oder anderweitig gebundene Hose mit tiefem Schritt. Und auch wenn man glauben könnte, dieser – extrem bequeme – Modetrend sei eine Erfindung der aktuellen Homeoffice-Zeiten, so ist er doch in Europa über 100 Jahre alt. Zu verdanken haben wir ihn einem der ersten modernen Modedesigner der Welt, Paul Poiret, der maßgeblich zur Verbreitung dieses besonderen Kleidungsstücks beigetragen hat.
Seine Ursprünge liegen aber weiter zurück. Die Haremshose wurde schon vor über 2000 Jahren im mittleren Osten getragen und fand seitdem in der Türkei, in Asien und im Norden Afrikas sowohl bei Männern als auch bei Frauen Anklang.

Look der Woche... Sarouel Hose

Paul Poiret gehörte wie Madeline Vionnet und später Coco Chanel zu den Couturiers, die es sich zum Ziel gesetzt hatten, die Frauenmode neu zu erfinden und auch zu befreien – von einschnürenden Korsetts und engen Modediktaten gleichermaßen.

1911 veranstaltete er in Paris einen bis heute legendären und durchaus kontrovers gesehenen Haremsmotto-Kostümball mit dem wunderschönen Titel „Tausendundzwei Nächte”. Hosenröcke und Haremshosen wurden auf einen Schlag salonfähig und die erste – wenn auch etwas anrüchige – Möglichkeit für Frauen, Hosen zu tragen. Neuauflagen dieses Trends mit Hippietouch gab es in den 1970er und 1980er Jahre (ich sage nur MC Hammer!). Und spätestens mit Justin Bieber Anfang der 2010er Jahre in seiner lila Leoprint Haremshose war auch das 21. Jahrhundert mit dabei, wobei die Fangemeinde von Yoginis bis zu den Berliner Hipstern reicht.

Melissa pumps

Ich persönlich habe mich lange schwer getan damit und eigentlich erst im letzten Jahr meine Scheu überwunden. Im Gegensatz zu Justin Bieber empfehlen Paul Poiret und ich als Accessoires allerdings weder einen knallgelben Hut mit goldenen Nieten, noch eine Goldkette und gar zwei Golduhren. Stattdessen bringen ein Oberteil und Schuhe (diese sind von Melissa) in der gleichen Farbe etwas Ruhe in den Look. Idealerweise ist das eine Farbe, die auch schon im Muster der Hose vorkommt. Zumindest entnehme ich das den Modezeichnungen, die man von der Haremshosenkollektion Poirets im Netz findet.

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Harem_pants

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