styleREBELLES – modeaffin, meinungsstark, mutig – ein Ü40 Blog über Mode, Beauty, Lifestyle und Reisen für Frauen über 40, 50 und 60

Die perfekte Reisehandtasche von Uniqlo : C

Schwarze Reisehandtasche aus der Uniqlo : C Kollektion, als Crossbody getragen, Dunkle Reisehandtasche aus der Uniqlo : C Kollektion, mit goldenem Anhänger von Maison Heroine
Es gibt diesen Moment auf jeder Reise, meist am frühen Abend. Der Tag ist gelaufen, man hat genug gesehen und  möchte irgendwo schön essen gehen – nicht spektakulär, aber gerne mit Tischdecke und einem Gläschen Wein. Man steht frisch geduscht im Hotelzimmer und blickt auf das Einzige, was man an Handtaschen dabei hat: den Rucksack. Und der Rucksack, so treu er den ganzen Tag über war, ist für den Abend einfach nicht optimal.

Ich reise mit einem Osprey Sojourn. Ein großartiges Ding, ein Rucksack mit Rollen, der Backpacking in style ermöglicht.

Handtaschen habe ich viele, meist passend zu meinen Outfits, und ich liebe sie. Nur – auf Reisen gehen die nicht. Zu schwer, zu schade, zu klein, zu empfindlich gegen Regen, Flughafenböden und das Leben im Allgemeinen. Eine schöne Ledertasche unterwegs ist ein leiser, ständiger Stresspegel, und Stress ist ungefähr das Letzte, was ich aus dem Koffer holen möchte.

Wie viele Frauen bin ich also fast permanent auf der Suche nach der perfekten Reisehandtasche – ein Wort, das es streng genommen kaum gibt, was vielleicht erklärt, warum das passende Stück so schwer zu finden war. Schlicht sollte sie sein und trotzdem alles können: leicht. Klein zusammenlegbar, damit sie im Rucksack verschwindet, bis ich sie brauche. Ein sicheres Innenfach, in dem der Pass nicht auf Wanderschaft geht. Als Handtasche tragbar und als Crossbodybag. Und – das ist der Teil, an dem die meisten praktischen Taschen scheitern – sie sollte nach etwas aussehen.

Meine neue Reisehandtasche mit Zugband von Uniqlo erfüllt das, und zwar alles auf einmal.

Oben ein Kordelzug, den man zuzieht oder offen lässt, ein verstellbarer Gurt, der quer über den Körper reicht, das geschützte Reißverschlussfach innen. Vor allem aber diese weiche, leicht geraffte Form, die sich beim Gehen an den Körper schmiegt, statt steif danebenherzulaufen. Sie erinnert mich an die frühen Prada-Nylontaschen – an die Zeit, als Nylon plötzlich teurer wirken durfte als Leder, weil es so selbstbewusst auf Schwere verzichtete. Billig sieht das überhaupt nicht aus. Im Gegenteil.

Dass das kein Zufall ist, überrascht nicht.

Die Reisehandtasche stammt aus der Reihe Uniqlo : C, jener Linie, die Clare Waight Keller für das Haus entwirft.

Waight Keller: ehemalige Kreativdirektorin von Chloé und Givenchy, die Frau, die das Hochzeitskleid der Herzogin von Sussex entworfen hat, zeitweise von der Time zu den einflussreichsten Menschen der Welt gezählt. Und ausgerechnet sie legt ihr Gespür für Schnitt, Fall und stille Eleganz in ein Stück Polyester für den Massenmarkt – in Beige, Schwarz, Grün und Navy, für 29,90 Euro – ein Preis, der in keinem Verhältnis zu diesem kleinen Designmeisterwerk steht.

Man merkt ihre Handschrift der Tasche an. Die Proportionen stimmen, die Raffung fällt an der richtigen Stelle, nichts wirkt zufällig. Es ist der Unterschied zwischen billig und schlicht – und den bekommt nur hin, wer teuer denken kann und es dann sein lässt. Genau das ist die Idee hinter Uniqlo : C: Essentials, die aussehen, als kämen sie aus einer anderen Preisklasse, und sich tragen, als wären sie für den Alltag gemacht. Weil sie es sind. Als Reisehandtasche ist sie damit fast zu gut für das, was sie kostet.

Im Grunde ist sie die kleine Schwester meines Longchamp-Rucksacks aus recyceltem Nylon, den ich aus genau denselben Gründen liebe: schick, praktisch und vor allem leicht. Drei Eigenschaften, die selten gemeinsam auftreten.

Meine persönliche Note bekommt sie durch einen Anhänger von Maison Heroine, das goldene Detail gibt ihrer Schlichtheit einen Hauch von Blingbling.

Und dann das Beste: Ich werfe sie in die Waschmaschine, auch wenn sie laut Etikett dafür nicht geeignet ist. Sie kommt wieder heraus, als wäre nichts gewesen, hängt zum Trocknen über der Tür und ist am nächsten Morgen reisefertig. Kein Imprägnieren, kein Staubbeutel, kein schlechtes Gewissen. Diese Sorglosigkeit ist der eigentliche Luxus – und sie ist mir mit den Jahren wichtiger geworden als jedes Luxuslabel.

Die Tasche und weitere Informationen gibt es hier:  https://www.uniqlo.com/de/de/products/E483050-000/

Sie bleiben doch lieber beim Rucksack?

Mein neuer Reisebegleiter: Der Longchamps Le Pliage GREEN Rucksack

 

Sie wollen jetzt auch verreisen? Ü40 Backpacking in style – eine Frage der Ausrüstung: mein Osprey Sojourn

Sie möchten diesen Artikel teilen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert