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Wider den Weihnachts-Wahn. 6 unkonventionelle Tipps

Weihnachten entspanntEs gibt ja Leute, die schon vor dem 1. Advent die Fassade ihres Einfamilienhauses mit kleinkindgroßen Nikoläusen behängen. An jedem Fenster krabbelt einer. Alle Jahre wieder geht, befeuert von allerlei Zeitschriften, der Weihnachts-Perfektions-Wahn um. Auch nicht fehlen dürfen die 17 Sorten Weihnachtsgebäck samt Stollen und Früchtekuchen und das Lebkuchenhaus, aber bitte erdbebensicher und selbstverständlich selbst gebacken. Kann man machen, aber kein Wunder, wenn das in Stress ausartet und einem das Jauchzen und Frohlocken vergeht.

Aus gegebenem Anlass einige unkonventionelle Anregungen für eine schöne und entspannte Weihnachtszeit:

  • Egal, was passiert – auch wenn am Heiligabend die Haut der Ente nicht crispy ist, das Gemüse verkocht und die Orangensauce vergessen wurde: Verlieren Sie nicht Ihren Sinn für Humor. Denn auch wenn niemals alles perfekt sein wird: Wichtig ist doch nur, gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen.
  • Ein Weihnachtsessen, das die meisten von uns sich nicht trauen, der Familie zu servieren – aber warum eigentlich nicht? Ein selbst gemachter Kartoffelsalat mit Würstchen. Ist kein Riesending und schmeckt einfach gut.
  • Auch bei Geschenken muss es nicht jedes Jahr noch besser, noch größer, noch toller sein. Zur Abwechslung könnte das Motto lauten: Nur Selbstgemachtes oder nur Geschenke bis 20 Euro. Das könnte den Nebeneffekt haben, dass ein schöner, stattlicher Betrag für einen guten Zweck übrig bliebe.
  • Beim Verschenken von Bildern, Büchern und Musik muss man nicht immer auf Nummer sicher gehen. Im Gegenteil. Es geht darum, die Beschenkten herauszufordern. Einmal habe ich einem Freund eine 5×9 Zentimeter kleine Bleistiftzeichnung unter den Baum gelegt, auf der zwei Personen zu sehen sind. Sie könnten tanzen, aber auch flanieren. Vielleicht sind sie in ein Gespräch vertieft, vielleicht streiten sie. Inzwischen ist das Bild gerahmt, und bis heute sprechen wir darüber, welche Botschaft die Zeichnung haben könnte.
  • Was uns Weihnachten zur Abwechslung einmal besonders am Herzen liegen könnte sind die Anderen: Menschen, die die Festtage allein verbringen oder die gar nichts mehr haben, nicht mal ein Zuhause. Eine Freundin von mir hat auf Vorschlag ihrer Kinder den Heiligabend mit ihrer Familie in einer Bahnhofsmission Essen ausgegeben. Zunächst war sie befremdet von der Idee, aber dann war es das erfüllteste Fest seit langem für sie.
  • Und zum Schluss noch für alle, die mal einen anderen Weihnachtsbaum haben wollen, eine besondere Variante. Ein französischer Flaschentrockner, 1 Meter 50 hoch und verzinkt. Marcel Duchamp machte daraus Kunst, bei uns ist er dieses Jahr der Tannenbaum. Was soll man dazu sagen? Erst habe ich geschluckt, und jetzt denke ich: nachhaltig, jedes Jahr wieder verwendbar und nadelt auch nicht.

Bleiben Sie entspannt und seien Sie herzlich gegrüßt. Bis nächsten Mittwoch!
Weihnachten entspanntWeihnachten entspannt

Cerstin verrät Ihnen, wie Sie Weihnachten festlich zelebrieren. Und Tanja hat erlebt, wie man Weihnachten in Neuseeland feiert.

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2 Kommentare

  1. Susa Berg
    21/12/2021 / 10:26

    Liebe Ursel,

    entspannte und federleichte Festtage wünsche ich Dir!

    Sonnige (endlich mal) Grüße,
    Susa

  2. Ursel
    Autor
    21/12/2021 / 18:13

    Danke, und das wünsche ich Dir auch, liebe Susa. Herzliche Grüsse!

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