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Gwyneth Paltrow: Gebt ihnen Kuchen zu essen!

Gwyneth Paltrow: Gebt ihnen Kuchen zu essenManchmal lernt man etwas über seinen eigenen Geschmack aus Irritation über den Geschmack anderer.

Ein Zuhause ist geprägt durch die Persönlichkeiten seiner Bewohner. Es sagt etwas darüber aus, wer darin lebt, was diese Menschen ausmacht, was sie lieben und wie sie leben. Im besten Falle ist es ein Ort des Friedens, der Privatheit, der Entspannung, des guten Essens und der Gastfreundschaft. Im schlechtesten Falle ist es ein Ort der Zurschaustellung von absurdem Reichtum und schönem Schein.

Als die Schauspielerin und Lifestyle-Unternehmerin Gwyneth Paltrow ihr neues Haus in Montecito/Kalifornien, das sie mit ihrem Ehemann, dem Drehbuchautor und Produzenten Brad Falchuk bewohnt, den Fotografen von „Architectural Digest“ für die März-Ausgabe der Wohnzeitschrift öffnete, quoll das Internet über. Vor Bewunderung, aber auch vor Häme. Denn: Das Haus ist so opulent ausgestattet, dass die Sommerhäuser der russischen Oligarchen an der Cote d´Azur dagegen fast bescheiden wirken.

Wenn Ihnen auch gerade nach Eskapismus ist und Sie der grauen Realität für einen Moment entfliehen möchten, bietet Ihnen das Youtube-Video von Gwyneth Paltrows Hausführung einen Marie-Antoinette-Moment. Das Architekten-Team der New Yorker Design-Firma Romand und Williams hat sechs Jahre gebraucht, um die Vorgaben der Schauspielerin umzusetzen. Ihr Wunsch: „Ein Pariser Apartment, das in einer alten, europäischen Scheune liegt, etwas mit hohen Decken, von Licht durchflutet, ein Ort, der großzügig und zugleich praktikabel ist“.  Das Ergebnis:  handgearbeitete Bronzetüren, von Hand bemalte Wände,  antike Kaminummantelungen und Fliesen aus einem französischen Schloss, eine freistehende Bar aus Onyx, exklusiv für das Haus gefertigte Möbel und Lampen, on top ein an ein antikes Badehaus erinnerndes Home Spa mit blassgrünen Arts and Crafts-Fliesen.

Man möchte sich angesichts der zur Schau gestellten Opulenz und des damit verbundenen aus dem Ruder gelaufenen Lebensstils einer reichen Elite am liebsten fremdschämen. Gwyneth Paltrows absurde Homestory ist schwer zu toppen. Sie erinnert an die französische Kaiserin Marie-Antoinette, die in den Achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts auf die Proteste der von einer Finanzkrise und Hunger geplagten Bevölkerung antwortete: „Was schreit das Volk nach Brot. Soll es doch Kuchen essen!“.

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Welcher Wohntyp sind Sie? Hier gehts zu einem anderen Haustyp und anderen Bewohnern. Architekt Andreas Burmester lebt in einer umgebauten Fabrikhalle.

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