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Triest: Tipps für eine Reise im Herbst

Schon der erste Blick raubt einem den Atem. Leuchtend liegt die Stadt zwischen den herbstlich bunt gefärbten Hügeln des Karsts und der weiten Meeresbucht unter einem strahlend blauen Himmel. Triest in Italiens Nordosten ist zauberhaft im Herbst. Die Hauptstadt von Friaul-Julisch Venetien gilt auch als „Wien am Meer“. Tatsächlich erinnern die herrschaftlichen Stadthäuser der Upper Class, die eleganten Cafés und Konditoreien, die Museen und die zahlreichen Antiquariate an die österreichische Hauptstadt.

Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gehörte Triest zu Österreich.

Die Habsburger bauten die Stadt zum größten Seehafen ihres mächtigen Kaiserreiches und zu einem wichtigen Handelszentrum aus. Damals lebten in Triest neben Italienern und Österreichern auch Griechen, Slowenen, Türken, Franzosen und eine große jüdische Gemeinde.1919 fiel die Triest an Italien, bis sie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs dem Jugoslawien unter Tito zugeschlagen wurde. Erst 1954 wurde es wieder italienisch.

Die Nähe zum Balkan und die österreichische Vergangenheit verleihen der Stadt internationales Flair.

Als Tourist erlebt man die besondere Atmosphäre der Stadt in der Vielfalt der Kulturen, der Architektur, Sprache und beim Essen. Triest ist die Kaffee-Hauptstadt Italiens. Es gibt ein Kaffeemuseum, eine Kaffeemesse und Kaffeeschulen. Bis heute sind dem Import von Kaffeebohnen am Triester Hafen 40 000 Quadratmeter Fläche reserviert. Getrunken werden in Triest angeblich 1500 Tassen pro Kopf im Jahr.

Auf zur großen Piazza dell´Unità d´Italia am Hafen, angeblich Europas größter Platz mit freiem Blick aufs Meer.

Die hier liegenden Kaffeehäuser sind beliebte Treffpunkte, zum Beispiel das Café degli Specchi, das größte Kaffeehaus Triests. Es wurde 1839 eröffnet. Es ist so elegant wie die Wiener Pendants, doch es herrscht italienische Gelassenheit. Die Kellner tragen schwarze Hosen und weiße Jacketts. Das Interieur ist gediegen: Holzparkett, Stuck, eine gläserne Theke mit Apfelstrudel und Linzertorte, leise Musik und einen Stand mit Tageszeitungen aus Rom, Zürich, Wien und München gibt es natürlich auch. Wer dort eine Tasse Kaffee genießen möchte, muss erst einmal Schlange stehen. Ein Kellner bringt uns zu einem Tisch in der letzten Reihe der großen Terrasse mit gutem Ausblick auf das Treiben um uns herum. Eine interessante Mischung aus alten Damen mit kleinen, weißen Hunden, Zeitungslesern und Weißweinfrühstückern. Heute sitzen hier viele Stammgäste, früher kamen Rainer Maria Rilke, Italo Svevo und James Joyce auf einen Mokka vorbei.

Ich werde wiederkommen nach Triest im Herbst. Vielleicht auch im Winter.

In die schöne Stadt  mit seiner reichen literarischen Vergangenheit, dem blauen Meer am Golf und so malerischen Orten wie dem Schloss Mirarmare an der Küstenstraße und, noch etwas weiter Richtung Venedig, dem Schloss Duino, in dem man hoch über dem Meer auf Rilkes Spuren wandern kann. Venedig übrigens ist nur noch ein Museum, aber Triest lebt!

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Sie sind reiselustig und suchen noch nach einem Ziel für den Herbst? Schauen Sie doch mal hier.

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2 Kommentare

  1. Susa Berg
    03/11/2022 / 09:42

    Hallo Ursel,
    nach langer Pause melde ich mich kurz. Es geht mir gut, jetzt lese ich erst einmal alle Eure Beiträge der letzen Monate, um mich auf den aktuellen Stand zu bringen!
    Herzliche Grüße
    Susa

  2. Ursel
    Autor
    03/11/2022 / 16:02

    So schön, wieder mal von Dir zu hören, liebe Susa! Herzliche Grüsse!

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