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5 Tipps für eine entspannte Reise nach Paris

  1. Welche Garderobe nehme ich mit nach Paris?

 In einer Metropole wie Paris ist man gefühlt den ganzen Tag auf den Beinen. Da sollten die Schuhe halbwegs bequem sein und keine Blasen verursachen, was die modebewusste Touristin angesichts der Pariserinnen, die nonchalant und selbstverständlich auf entzückenden Pumps über die Boulevards flitzen, vor ein Problem stellt. Paris ist eine bis ins Detail elegante und modebewusste Stadt. Diese mondänen Boulevards! Die hübsch gekachelten Métro-Stationen! Die schmiedeeisernen Balkonbalustraden, verlockend mit tarte aux framboises und gâteau au chocolat bestückten Schaufenster der Patisserien, die grünen Gartenstühle in den Tuilerien, der dramatisch bewölkte Abendhimmel über dem Pont Royal. Selbst die Fahrräder an den öffentlichen Vélib-Stationen sind stilvoller als anderswo, nämlich zurückhaltend grau, dazu passt jedes extravagante Outfit, und im Fahrradkorb kann man seine Handtasche platzieren. Solche Details sind wichtig in einer Metropole, in der die Menschen so gut gekleidet sind. Da mithalten zu wollen, ist ein anspruchsvolles Unterfangen.

Mein Tipp für Ihre Reisegarderobe: Bleiben Sie ganz entspannt. Reisen Sie nur mit kleinem Gepäck und ein oder zwei unangestrengten Looks für den Stadtbummel, am besten nur in zwei Farben, sodass Sie alles  miteinander kombinieren können. Wenn Sie gern Hosen tragen, reichen  eine schwarze und eine weiße, dazu ein paar Hemden und für den Abend vielleicht noch  ein leichter Mantel oder ein Blazer. Schwierig ist immer auch die Frage nach den Schuhen. Im Sommer schwellen die Füße oft an. Ich trage dann gern Ballerinas aus weichem Wildleder, die eine feste Sohle haben und halte für den Notfall Blasenpflaster bereit.

 

  1. Wo kann ich in Paris gut essen?

Man kann in Paris göttlich speisen, aber auch genauso gut teuflisch daneben greifen. Meiden Sie die klassischen Touristenhochburgen rund um die berühmten Brücken, Museen, den Eiffelturm und die Kathedrale Notre Dame. Hier reiht sich ein Restaurant an das andere. Ergreifen Sie die Flucht, sobald ein Türsteher Sie lauthals und gestenreich in ein Lokal hineinlocken will oder die Menükarten Bilder haben und die Gerichte in allen möglichen Sprachen aufgelistet sind. Es ist garantiert eine Touristenfalle, die mit angeblich französischer Küche lockt, aber in Wirklichkeit die Gäste mit schlechtem Essen und schlechten Weinen zu astronomischen Preisen abspeist. Paris hat so viele schöne Restaurants, da werden Sie sich doch nicht mit Dosen-Ravioli zufriedengeben, die der Kellner Ihnen als hausgemachte Pasta verkaufen will.

Mein Restaurant-Tipp für Paris: Werden Sie zu einer Paris-Expediteurin, die den Gang aus dem Stadtzentrum hinaus in die kleinen Nebenstraßen wagt und Unbekanntes entdeckt. Spielen Sie die Einheimische und speisen Sie dort, wo die Pariser essen, in den kleinen Bistros an der Ecke. (Mehr dazu nächsten Mittwoch.) Es wird köstlich sein!

 

  1. Wann soll ich nach Paris reisen?

August ist der denkbar schlechteste Monat, um nach Paris zu reisen. Dann ist es brütend heiß in der Stadt. Die meisten Pariser verbringen die Wochen zwischen dem 14. Juli (französischer Nationalfeiertag) bis Mitte/Ende August am Meer, so dass viele Geschäfte, Cafés und Restaurants geschlossen haben.

Mein Tipp für die beste Reisezeit: Die schönste Jahreszeit für eine Reise nach Paris sind Frühling und Herbst. Die Stadt ist das ganze Jahr über gut besucht, aber „touristisch tote“ Monate sind auch hier ein bisschen ruhiger, nämlich im November und im Februar. Ich persönlich bin gerne in der Vorweihnachtszeit und über Weihnachten in Paris, wenn die prachtvolle Stadt ganz besonders glitzert und funkelt.

 

  1. Soll ich mit dem Auto nach Paris fahren?

Ein Auto wird in Paris schnell zum Klotz am Bein, weil es in der Stadt so gut wie nie freie Parkplätze gibt, was die Suche nach einem Parkplatz zur Tortur macht. Parkhäuser kosten ein kleines Vermögen.

Mein Tipp für die Anreise: Ja, der Thalys ist veraltet, aber er bringt Sie immer noch am bequemsten, schnellsten und günstigsten in die Stadt, jedenfalls wenn Sie früh genug Ihren Platz buchen.

 

  1. Soll ich in Paris Taxi fahren?

Der Verkehr im Pariser Stadtzentrum ist unglaublich dicht, die Straßen sind stets voll – da wundert es nicht, dass man im Taxi horrende Preise zahlt, da der Taxameter im Stau stetig weiterläuft.

Mein Tipp für die Fortbewegung in Paris: Hier ist man selten mehr als 500 Meter von der nächsten Metro-Station entfernt. Zudem ist das Herz der Stadt wirklich gut zu Fuß abzulaufen, wo man außerdem Ecken entdeckt, die man aus dem Taxi nie gesehen hätte. Für den Fall, dass Sie eine größere Distanz zurücklegen möchten: Die Ubahn- und Bus-Netze sind so vorbildlich ausgebaut wie in kaum einer anderen Großstadt. Die Métro fährt im 2 Minuten-Takt und ist daher fast nie überfüllt. Voraussetzung ist allerdings, dass man einigermaßen gut zu Fuß ist, denn in der Métro gibt es keine Lifte und selten eine Rolltreppe. Vorsicht: Toiletten gibt es auch nicht.

Laden Sie sich vor der Abfahrt die kostenlosen Apps „Paris Line Maps“ und „Maris Metro“ im App-Store herunter. Damit können Sie bequem Ihre Fahrten durch Paris planen.

Lösen Sie keine Einzelfahrscheine, sondern kaufen Sie stattdessen an den Ticketschaltern oder am Automaten in der Metrostation ein „Carnet“ mit 10 Fahrscheinen. Eine Einzelfahrt kostet 1.90 Euro, für das „Carnet“ bezahlen Sie 14. 50 Euro. Wenn Sie viel unterwegs sind, lohnt sich die Ersparnis.

 

Und zum Schluss noch ein Tipp für den Besuch in einem ganz besonderen Pariser Mode-Museum. Schauen Sie doch mal hier.

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