
Als wir unseren Blog vor rund 20 Jahren gründeten, war das zunächst eine Art Schnapsidee von drei Freundinnen aus drei Generationen. Die Älteste von uns, also ich, war damals Anfang 50 und gerade dabei, mich neu zu orientieren. Zuvor hatte ich über drei Jahrzehnte an verschiedenen Gymnasien Deutsch und Englisch unterrichtet.
Was mir von Anfang an besonders an unserem Projekt gefiel: Unser Modeblog sollte sich gezielt an ältere Frauen richten. Heute klingt das selbstverständlich, doch damals war ein Modeblog für Frauen ab 50 oder 60 noch eine echte Seltenheit.
Unser Ziel war und ist es bis heute zu zeigen: Das Leben geht nach der Bikini-Figur weiter.
Authentische Fotos statt perfekter Inszenierung
Uns war schnell klar, dass ein Modeblog nur funktioniert, wenn wir uns auch selbst zeigen. Deshalb stehen wir seit Beginn selbst vor der Kamera und präsentieren unsere Outfits persönlich.
Dabei war uns immer wichtig, natürlich und unretuschiert zu bleiben. Nahbare Models, die natürlich altern. Glücklicherweise begleitet uns mit Stephan Burghoff ein sehr einfühlsamer Fotograf. Trotzdem war es für mich anfangs eine große Herausforderung, vor der Kamera zu stehen und Fotos von mir im Internet zu veröffentlichen.
Überraschende Anerkennung für Ü60 Modebloggerinnen
Umso überraschender war das, was meine Bloggerkollegin Cerstin kürzlich herausgefunden hat. Sie fragte ChatGPT nach bekannten Ü60 Modebloggerinnen – und erhielt eine Liste, auf der fünf Frauen genannt werden. Dazu gehören vier bekannte Namen und – ich.
Dazu gehören:
Annette Weber
Susanne Ackstaller mit ihrem Blog Texterella
Lyn Slater vom Blog Accidental Icon
Gabriele von gabriele.immerschoen.
Das ist doch wirklich eine schöne Nachricht – und zeigt, dass Modeblogs für Frauen über 60 inzwischen einen festen Platz in der Onlinewelt haben.