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Wie trägt man eigentlich NEON mit Ü40?

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Erinnern Sie sich noch an die 1980er Jahre? Neon? Hatten Sie auch ein neonpinkfarbenes Netzhemd, das Sie über ein schwarzes Tanktop (damals nannten wir es noch Unterhemdchen) zogen und dazu neonpinkfarbene Strickstulpen mit passenden fingerlosen Handschuhen? Ich hatte auch noch diesen neongelben Gürtel, den man zwei Mal um sich rum schnürte, das zweite Mal etwas weiter und dann locker über die Hüften gleitend.
Ein paar Stufen über uns gab es damals dieses Pärchen, das immer im Partnerlook auftauchte. Beide hatten die gleichen blonden Popperfrisuren, moon-washed Jeans im Karottenschnitt und eines Tages auch diese neongelben Blousons, die so aussahen, als könne man damit mitten in der Nacht eine Skipiste runterheizen und trotzdem noch im Tal gesehen werden. Gott, fand ich die cool.

Der Neon-Trend hielt sich bis in die 1990er, aber spätestens mit dem Beginn des 21. Jahrhunderts wurde alles irgendwie sanfter, man könnte fast sagen weichgespült. Was mit den Pantonefarben des Jahres 2016 seinen Höhepunkt in den Farben Rose Quartz (einem sanften Rosé) und Serenity (einem sanften Blassblau) fand.

Kein Trend ohne Gegentrend und seit ein, zwei Jahren erobern sich die Neon- und Knallfarben das Land zurück.

Fand ich erst ganz, ganz schlimm. Und klar: Ein neonpinkfarbenes Netzhemd findet sich in meiner Garderobe immer noch nicht wieder, aber als ich bei COS den neonlimettengrünen Hut und den passenden Seidenrock entdeckte, war es auch um mich geschehen. Doch dann stand ich da mit meiner Beute und wusste partout nichts damit anzufangen. Insbesondere der Hut war in den letzten Wochen öfter bei Ü40 und Ü50 Bloggerinnen auf Instagram zu sehen. Meistens kombiniert mit Weiß oder Streifenshirts. Fand ich super, aber nicht bei mir.
Im Grunde wirkt jede weitere Farbe, jedes Muster in Kombination mit einem neonfarbenen Kleidungsstück auf mich wie ein „zu viel“. Aber die meisten von Ihnen kennen mich ja auch schon ein Weilchen und so wird es Sie nicht verwundert, dass ich mir dachte: „mit Schwarz“ geht immer. Gesagt, getan.

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Und tatsächlich.

Mit Schwarz finde ich die Neonfarbe elegant und sehr, sehr tragbar. Aber klar, ist und bleibt natürlich ein Hingucker.
Wer es lieber etwas langsamer angehen möchte: Knallpink ohne Neon geht auch gut mit Schwarz und zaubert direkt ein bisschen Fröhlichkeit in die grauen Herbsttage.

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Hut und Rock: COS (gab es aber nur in den Stores,  nicht online).
Pullover und Tasche: Annette Görtz

Photocredits: Stephan Burghoff

 

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4 Kommentare

  1. Ralf
    11/10/2020 / 16:58

    Hallo Cerstin,
    klar kann ich mich noch daran erinnern, Schnürsenkel, Netzsöckchen, Armbänder und Shirts, alles in Neon, übersehen wurde man damit nicht. 🙂
    Dein Outfit ist wirklich ein Hingucker, gefällt mir sehr gut und steht Dir super.
    Pullover, Rock, Stiefel und Tasche würde ich auch so tragen. Mit dem Hut wäre ich mir nicht sicher, ob er mir stehen würde, oder wie ich ihn tragen sollte, bin mir bei Hüten immer unsicher.
    Viele liebe Grüße
    Ralf

  2. Cerstin
    Autor
    19/10/2020 / 00:37

    Lieber Ralf,

    Ganz vielen lieben Dank für die nette Rückmeldung. Jaaa, die neonfarbenen Schnürsenkel und die Netzsöckchen hatte ich schon fast wieder verdrängt!!!

    Was den Hut angeht, habe ich mir lange Gedanken gemacht, was ich Dir antworten soll. Und es ist ein ganzer Post daraus geworden.

    Ich glaube, mein wichtigster Rat ist dieser: probiere es aus und trage den Hut als sei es das Selbstverständlichste auf der Welt. Wenn Du komisch angeschaut wirst (und das wirst Du bestimmt, nicht weil Du komisch aussiehst, sondern weil es ungewöhnlich ist und weil die anderen Dich um Deinen Mut beneiden), lächel Dein strahlendstes Lächeln zurück.

    Ich bin damit immer gut gefahren. Eigentlich braucht man nur ein klitzekleines bisschen Mut dafür. Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen! Cerstin

  3. Ralf
    19/10/2020 / 23:13

    Hallo Cerstin,
    danke für Deine Antwort und die tollen Tipps, hab mich sehr darüber gefreut, auch darüber, dass Du daraus einen eigenen Post gemacht hast.
    Möchte mich bei Dir auch für Deine tolle Unterstützung bedanken und wenn ich Huterfahrungen gesammelt habe, werde ich Dir davon berichten.
    Ganz liebe Grüße
    Ralf

  4. Cerstin
    Autor
    22/10/2020 / 15:02

    Oh, ja, bitte unbedingt. Freut mich riesig, dass Dir meine Antwort gefällt. Liebe Grüße zurück, Cerstin

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