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7 Gründe für ein Sabbatjahr für Frauen über 50

7 Gründe für ein Sabbatjahr für Frauen über 50 - ü50 Sabbatical Ideen

Es gibt viele tolle Dinge, die man als Frau Ü50 im Sabbatjahr anstellen kann: einen Lei-Workshop auf Hawaii besuchen zum Beispiel.

Ich glaube, egal in welchem Alter, ein Sabbatjahr oder -halbjahr ist immer eine gute Idee. Reisen, soziales Engagement, etwas Neues lernen, es gibt viele tolle Dinge, die man in diesen 12, 6 oder auch nur 3 Monaten „Freiheit“ machen kann. Warum gerade ü50 genau die richtige Zeit dafür ist, habe ich hier schon einmal genauer ausgeführt. Denn manche Dinge machen eben mit 40 oder 50 noch einmal mehr Sinn und vielleicht auch mehr Spaß. Hier ein paar Ideen: zur Inspiration, zum Mut machen und vor allem zum Weiterdenken…

Sabbatical: 7 Gründe für eine Auszeit bzw. ein Sabbatjahr für Frauen über 50

1. Während des Sabbaticals eine Ü50 Weltreise machen

Eine (längere) Reise in der einen oder anderen Form steht auf der Liste der meisten Menschen, die ein Sabbatjahr planen. Bei mehreren Wochen am Stück lohnen sich langen Anfahrtswege oder -flüge eben einfach viel mehr und auch wer ein Land oder eine Gegend ganz intensiv und mit Muße bereisen möchte, braucht Zeit dafür.
Mit 25 bin ich nach meinem Examen von Baja California aus die Westküste entlang nach San Francisco gereist. Mit einer Engländerin, die ich gerade erst kennen gelernt hatte. Die Hostels, die wir uns leisten konnten, waren scheußlich, aber gefühlt gehörte uns die Welt. Wir haben die Nächte in San Diego durchgefeiert, mit Surfern am Strand von Santa Barbara nachts am Lagerfeuer gesessen und uns in San Francisco von außen an die Cable Cars gehangen. Interkulturelles Lernen im besten Sinne des Wortes und die Einträge „flexibel, selbstständig und offen für Neues“ im Lebenslauf waren hart erarbeitet, vor allem, wenn man bedenkt, dass „Internet“ damals Emails auf DOS-Ebene vom Rechenzentrum der Uni aus schreiben zu können bedeutete (Nicky, should you ever read this: won’t forget these days and I never thought I would!!!). Es war grandios.

Und doch kein Vergleich zu meiner ersten Weltreise alleine mit 40 bzw. der jetzt mit dem Mann meiner Wahl zusammen mit 50 Jahren. Ich habe weniger gefeiert und hatte mehr gute Gespräche. Sie glauben gar nicht, wie viele spannende Frauen zum Teil weit über 50 ich auf meiner Reise kennengelernt habe. (In meiner Wahrnehmung sind viel mehr – gerade auch ältere – Frauen alleine auf Reisen). Gleichzeitig habe ich viel öfter Zeit ganz mit mir alleine verbracht, habe fotografiert, war im Museum oder mit einer Zeitschrift oder einem Buch in einem Park. Ich habe viel, viel besser gegessen und es kulinarisch auch öfter mal so richtig krachen lassen. Habe mich mit der Geschichte und dem politischen System der Länder, die ich bereist habe, viel intensiver auseinander gesetzt. War länger an einem Ort, bin mehr gewandert und habe mehr „gesehen“. Ich habe mehr im Herzen „mitgenommen“ von den Reisen. Und ich hatte fast immer ein Zimmer mit eigenem Bad, manchmal sogar mit Badewanne!  🙂

 

2. Etwas Neues lernen

Wer sich jemals Woche für Woche in einen VHS-Kurs gequält hat, um am Ende festzustellen, dass es mal so gerade reicht, um ein Bier zu bestellen, der weiß, was ich meine: eine Sprache lernt man am besten vor Ort, möglichst längere Zeit am Stück und noch besser ohne jemanden an der Seite, der die gleiche Sprache spricht, so dass man zwangsläufig viel in der (neuen) Fremdsprache kommuniziert. In meinem ersten Sabbatjahr habe ich einen mehrwöchigen Sprachkurs in Buenos Aires gemacht und bin danach durch Peru gereist. Aber natürlich muss es keine Fremdsprache sein… auch so etwas wie Surfen oder Tauchen oder Segelfliegen lernen sind ideal mit einer längeren Reise im Sabbatjahr kombinierbar. Und natürlich gibt es auch zuhause viele tolle Dinge, die man auch mit 40, 50 und auch weit über 60 noch in einem Sabbatjahr erlernen kann. Ein Musikinstrument spielen, Macarons backen, Skateboard fahren, Aquarellmalerei, Klöppeln hinter Glas – Ihrer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Im Sabbatjahr haben Sie die Zeit und vor allem die Muße dafür.

 

3. So ähnlich, aber noch eine Schippe drauf: sich weiterbilden

Ein Aufbaustudium in London, ein Praktikum in einer Werbeagentur, eine Ausbildung zur Yogalehrerin, eine Coachingqualifizierung. Alles Dinge, die gerade mit ü50 „nebenbei“ verdammt hart oder auch gar nicht zu realisieren sind. Wer seinen (beruflichen) Horizont erweitern möchte, hat im Sabbatjahr die Möglichkeit dazu. Und nach der Auszeit viel Energie und viele Ideen, um im alten Job neu durchzustarten.

 

4. Den Job auf den Prüfstand stellen und gegebenenfalls den Kurs ändern

Mit 40 und erst recht mit 50 hat man es sich oft schon in seinem Job gemütlich gemacht. Ein Jobwechsel und vor allem eine große berufliche Veränderung erfordern oft großen Mut und sind vielleicht auch ein Risiko. Im Sabbatjahr hat man die Möglichkeit, das einfach mal auszuprobieren. In dieser Zeit kann man einen Businessplan schreiben und die Selbstständigkeit ausprobieren, in den Traumberuf reinschnuppern und ein entsprechendes Netzwerk aufbauen. Und auch um festzustellen, ob man seinen Job noch so richtig gerne mag, ist so ein Sabbatjahr eine wunderbare Gelegenheit. Natürlich ist Urlaub machen schöner als Arbeiten, aber wer so gar keine Lust hat, zurückzukehren, sollte anfangen, über Alternativen nachzudenken.

 

5. Etwas tun, von dem man schon immer geträumt hat

Sie wollten schon immer einmal für eine Zeit in New York leben? Sich sozial oder politisch engagieren? Im Tierheim aushelfen? Eine Band gründen? Ein altes Haus am Meer kaufen und renovieren? Ein Buch schreiben? Einen Film drehen? Einen Blog aufsetzen und Modebloggerin werden? Mit 50 gibt es viel mehr Dinge im Leben, die man bisher noch nicht „geschafft“ hat oder die sich einfach noch nicht ergeben haben, als mit 25. Im ü50 Sabbatjahr ist die Zeit – und wenn alles gut gelaufen ist, auch das Geld – dafür da!

 

6. Zeit haben für die wichtigen Menschen im Leben

Im Alltag kommt oft vieles zu kurz. Im Sabbatjahr hat man die Möglichkeit, Zeit mit den Menschen zu verbringen, die einem besonders wichtig sind. Der Familie, den Freundinnen und Freunden, dem Partner bzw. der Partnerin. Diese gemeinsam verbrachte Zeit nimmt einem niemand mehr.

 

7. Zeit haben für sich selbst

Es muss keine einsame Hütte in Norwegen sein und auch kein Kloster. Aber es kann. Unsere Leben sind oft so voller beruflicher und privater Termine, dass wir manchmal gar nicht wissen, wo uns der Kopf steht. So ein Sabbatjahr ist eine hervorragende Gelegenheit, sich selbst ein bisschen besser kennenzulernen. Sei es beim alleine Reisen oder auch zuhause auf dem Balkon. Herausfinden, was einem gut tut (und was und wer nicht), die Bücher lesen, die man schon immer mal gelesen haben wollte,  aufstehen ohne Wecker und einschlafen, wenn man müde ist, jeden Tag angeln gehen oder auch einfach nur gar nichts tun und sehen, wohin das Leben uns trägt, all das geht in einem Sabbatjahr für Frauen über 50.

 

Sie haben noch eine ganz andere Idee für Ihr ü50 Sabbatjahr? Her damit!

Sie starten demnächst ins Sabbatjahr und feilen noch an Ihrer Packliste?

 

PS: Nichts gegen VHS-Kurse. Ich habe schon an vielen tollen teilgenommen, gerade auch in Vorbereitung auf meine Sabbatjahre bzw. längeren Reisen. Die Angebote der VHS in Köln finden Sie zum Beispiel hier: https://www.vhs-koeln.de/

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