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Advanced Selfie – 7 Tipps für gute Selbstporträts von Sorelle Amore und mir

Advanced Selfie Tipps für gute Selbstporträts von Sorelle Amore und mir

Bestimmt kennen Sie auch jede Menge Menschen, die es hassen fotografiert zu werden. Gehören vielleicht sogar selbst dazu?
Woran liegt das eigentlich?
Die Gründe sind sicherlich so vielfältig und individuell wie die Menschen selbst. Wer sich selbst nicht mag, findet sich auf Fotos – für die Ewigkeit festgehalten – sicherlich erst recht nicht super. Und natürlich macht es keinen Spaß, wenn man sich permanent mit den glattgefilterten Magermodells in Designerklamotten auf Instagram vergleicht. Die beste Therapie dafür sind übrigens die herrlichen Instaposts von Celeste Barber, die sie hier finden: https://www.instagram.com/celestebarber/. Oder zum Beispiel die „mehr Realität auf Instagram“ Posts von Danae Mercer:  https://www.instagram.com/danaemercer/.

Aber die meisten Menschen, die ich kenne, finden sich eigentlich schon ganz okay. Kennen ihre Schokoladenseite, wissen, was sie an sich selbst mögen. Nur wird das selten in Fotos festgehalten. Und damit meine ich nicht nur die schlimmen Schnappschüsse von irgendeinem Heini, der uns bei der Familienfeier unwissend und höchstgradig unvorteilhaft spontan aus der Hüfte fotografiert. Ich meine die ganz normalen Fotos, die wir bewusst von uns machen oder machen lassen, und bei denen wir uns denken, naja, okay, aber eigentlich geht das besser. Was in der Regel wirklich nichts mit der Qualität oder dem Können des Fotografen oder der Fotografin zu tun hat und erst recht nicht damit, dass wir unfotogen sind. Fotos sind halt immer Momentaufnahmen.
Meine Mitbloggerinnen und ich können ein Lied davon singen. Wer sich entschließt, jede Woche drei Fotos von sich auf Instragram zu veröffentlichen, der kennt dieses Gefühl gut. Aber ein Modeblog ohne Modefotografien funktioniert nunmal nicht so gut und so haben wir eben über die Jahre gelernt, uns entsprechend in Szene zu setzen und auch mal nicht ganz so grandiose Fotos einfach auszuhalten, von denen es, glauben sie mir, reichlich viele gibt.

Sorelle Amore kennt das Gefühl.

Sie ist vier Jahre lang allein um die Welt gereist und wollte diese Zeit und ihre Erlebnisse so schön in Szene setzen wie es nur irgendwie ging. Dabei hat sie viel darüber gelernt, wie man sich am besten in Szene setzt, ganz allein mit einer Kamera und einem Selbstauslöser. Die entstandenen Werke nennt sie Advanced Selfie. Sie macht sie ganz allein, mit einer Kamera und einem Selbstauslöser. Ihre Erkenntnisse möchte die Australierin, die jetzt in Island lebt, auch anderen Menschen mitgeben. Unter dem wundervollen Titel „Take your Self(ie) seriously“ hat sie ein Buch darüber geschrieben und bietet unter https://sorelle-amore-university.teachable.com/p/advanced-selfie-university auch Onlinekurse dazu an. Ist das oberflächlich? Natürlich. Aber auch nützlich und vor allem steigert es das Selbstbewusstsein. Sorelle Amore betont immer wieder, dass es – gerade in der heutigen fotolastigen Zeit – nur von Vorteil für das eigene Selbstwertgefühl und für die eigene Onlinepräsenz sein kann, wenn man gute Fotos von sich selbst hat.

Hier ihre wichtigsten Tipps für ein gutes (Advanced) Selfie (mit einer Kamera, einem Stativ und einem Selbstauslöser):

  1. „Arbeite mit dem was du hast.“ Es ist nicht wichtig, immer neue Klamotten zu kaufen. Zur Not, so Amore, geht auch ein Bettlaken, das gut drapiert wird. Ehrlich gesagt bin ich mir bei diesem Tipp nicht so sicher, ich persönlich finde mich jetzt selten umwerfend schön in ein Bettlaken gehüllt. Aber für den Fall, dass Sie es versuchen möchten und das Resultat so gut wird, dass Sie sich damit auf Instagram verewigen möchten, bittet sie darum, die Fotos mit dem Hashtag #BedsheetArt (BettlakenKunst) zu versehen, damit sie sie sich anschauen kann. Ich hab mal nachgeschaut, es gibt insgesamt schon über 500 Fotos mit diesem Hashtag, einige davon sind gar nicht mal so schlecht. Aber die Hauptaussage unterstütze ich natürlich zu 100 Prozent. Ein und dasselbe Outfit kann immer wieder neu inszeniert werden. Genau darum geht es ja auch bei uns styleREBELLES.
  2. „Überleg dir eine Pose, mach ein Foto und dann immer wieder kleine Veränderungen bis du sie perfekt sitzt. Danach arbeite an deinem Gesichtsausdruck bis zu ganz zufrieden bist. Mach so viele Fotos wie nötig bis du ganz zufrieden bist.“ Das kann ich absolut unterstreichen. Ob es nur drei oder dreißig Fotos braucht, es macht einfach Sinn sich nicht mit halben Sachen zufrieden zu geben. Das gilt natürlich in erster Linie für Selfies, niemand hat Lust, 30 Fotos von uns zu machen, bis wir hundertprozentig zufrieden sind. Aber wer das oft genug allein gemacht hat, weiß eben auch schnell in welcher Pose und mit welchem Gesichtsausdruck er bzw. sie sich am besten findet.
  3. „Es darf ungemütlich werden, gute Posen sind selten bequem.“ Es geht um Winkel und Perspektiven, gekreuzte Beine und gerade Rücken, wenig Schatten im Gesicht und vorteilhaft liegende Kleidung und dabei natürlich auch um einen entspannten Gesichtsausdruck. Schon klar, dass es hier nicht darum geht, sich bequem auf die Couch zu fläzen. Wer das will, darf sich nicht wundern, wenn die Fotos aussehen wie die von dem Heini auf der Familienfeier. Wer schöne Fotos haben will, muss eben manchmal auch ein klitzekleines bisschen leiden.
  4. „Beachte die goldene 5er-Regel.“ Bei jedem Fotoshoot macht Amore soviele Fotos wie es geht, um später die schönsten auswählen zu können. Bei ihren Advanced Selfies macht sie dabei aber immer 5 verschiedene Arten von Fotos: ein Close-up, einen halbnahe Aufnahme (Oberkörper bis ca. zur Hüfte), eine Ganzkörperaufnahme, eine sitzende und eine liegende Pose.
  5. „Verwende Hilfsmittel und tolle Locations um aus normalen Fotos kleine Kunstwerke zu machen.“ Das können schöne Kleidung oder Accessoires sein, ein Glas in der Hand oder eine Blume, eine tolle Wohnung, ein Sonnenuntergang im Hintergrund oder eine schönes Plätzchen draußen in der Natur. Alles was von sich aus schon schön ist, wertet das Foto spielend leicht auf. Und man muss nur noch halb so hart arbeiten, dass es ein schönes Foto wird.
    Quelle: https://www.sorelleamore.com/blog/2019/4/21/5-self-portrait-hacks-in-300-seconds-advanced-selfie-edition

Wer mag findet viele tolle Anregungen unter ihren eigenen Advanced Selfies auf Sorelle Amores Instagram Account: https://www.instagram.com/sorelleamore/ oder auf dem von ihr kuratierten Instagram Account https://www.instagram.com/advanced.selfie/, auf dem sie Fotos sammelt, die unter dem Hashtag #advancedselfie gepostet wurden.

Und hier noch zwei weitere von mir für alle die, die nur eben schnell ein gutes Selfie aus der Hand schießen wollen:

  1. Je weiter das Handy entfernt ist, desto weniger verzerrt und desto vorteilhafter ist die Perspektive. Wer kurze Arme hat, kann sich entweder mit einem Selfiestick behelfen (ja, ich habe auch einen) oder das Handy so auf dem Tisch oder wo auch immer aufstellen, bis man ganz im Bild zu sehen ist.
  2. Wenn beides nicht geht, rate ich unbedingt zu einer zeitverzögerten Aufnahme. Auslöser drücken und die nächsten 5 oder 10 Sekunden darauf verwenden, den Arm, der das Handy hält, ganz weit auszustrecken, die richtige Pose und den gewünschten Gesichtsausdruck einzunehmen und dann ganz entspannt abwarten bis das Foto im Kasten bzw. im Handy ist.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

 

Zum Weiterlesen:

Amore, Sorelle: Take Your Selfie Seriously: The Advanced Selfie Handbook Taschenbuch – erschienen am 1. Juni 2021.
bzw. auf Deutsch: Advanced Selfie – Die Kunst des Selbstporträts: So zeigen Sie sich von Ihrer schönsten Seite Taschenbuch – 10. August 2021

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